Akazienfaser

Die Gattung der Akazien umfasst in etwa 1400 Arten welche von den Subtropen, bis zu den Tropen der Neuen und Alten Welt verbreitet sind. Alle Akazien sind Harthölzer, die meistens als Büsche vorkommen und oft mit langen Dornen besetzt sind.

Bereits im Alten Ägypten war die Akazie als Heilpflanze geschätzt. Die Akazienfaser bezeichnet eigentlich den zähen, milchigen Saft der Seyal-Akazie, die in der afrikanischen Sahelwüste zuhause ist. Zur Gewinnung der Akazienfaser wird die Baumrinde eingeschnitten und der Saft gesammelt und getrocknet. Das Besondere am Saft der Seyal-Akazie ist, dass er zu mehr als 80 % aus löslichen Ballaststoffen besteht.

Lösliche Ballaststoffe spielen in der Darmgesundheit eine wichtige Rolle. Sie werden von den guten Bakterien in unserem Darm fermentiert und dienen diesen als Nahrung. Solche Ballaststoffe werden auch als Präbiotika bezeichnet.

Im Bereich der Lebensmittelwerbung gilt aufgrund der „Health-Claims“-Verordnung (EG 1924/2006) eine sehr strenge Regulierung was Aussagen in Bezug auf ein Lebensmittel betrifft. Konsequenz dieser europarechtlichen Regelungen ist unter anderem, dass ernährungsmedizinische Wirkungen – selbst wenn sie durch aussagekräftige Studien belegt sind – erst dann ausgelobt werden dürfen, wenn sie in einem (langwierigen und kostenaufwändigen) Verfahren von den zuständigen europäischen Institutionen zugelassen wurden.

Unter anderem aus diesem Grund findest du zu unseren Produkten nur die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtangaben.

Quellen

Cherbut, Christine, et al. „Acacia gum is a bifidogenic dietary fibre with high digestive tolerance in healthy humans.“ Microbial Ecology in Health and Disease 15.1 (2003): 43-50.

Bildquellen:

Polydextrose

Polydextrose, puh das klingt erst einmal gefährlich. Aber keine Angst! Hinter dem ungewohnten Namen versteckt sich eine spannende Zutat.

Die Polydextrose gehört zu den löslichen Ballaststoffen und ist eine Verbindung aus Glukose, Sorbit und Zitronensäure. Das zuckerähnliche, langkettige Molekül kann von den Verdauungsenzymen nicht abgebaut werden.

Wie auch andere lösliche Ballaststoffe wird die Polydextrose von unseren Darmbakterien als Nahrung genutzt[1]. Bei der Fermentation von Ballaststoffen durch die Darmbakterien entstehen unter anderem kurzkette Fettsäuren, wie zum Beispiel Butyrat. Butyrat spielt eine wichtige Rolle in der Darmgesundheit, sowie in anderen Prozessen wie Immunregulation und entzündungshemmenden Prozessen[2].

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt die Aufnahme von mindestens 30 g Ballaststoffe pro Tag. Die DGE sieht zahlreiche gesundheitliche Vorteile im Verzehr von Ballaststoffen. So schreibt die DGE:

„Ballaststoffe verlängern das Sättigungsgefühl und beeinflussen den Kohlenhydratstoffwechsel z. B. durch die Senkung der Nüchtern- und postprandialen Blutglucosekonzentrationen. Durch eine verstärkte Bindung und Ausscheidung von Gallensäuren können Ballaststoffe die Cholesterinkonzentration und damit das Risiko für Koronare Herzkrankheit senken. Aufgrund ihres Wasserbindungsvermögens erhöhen sie die Viskosität des Speisebreies und das Stuhlgewicht. Somit können Funktionsstörungen des Darmes, wie Verstopfung, mit Ballaststoffen vorgebeugt werden.“

Presseinformation: Presse, DGE aktuell, 2012 06/2012 vom 31.07.2012 –https://www.dge.de/presse/pm/mehr-ballaststoffe-bitte/

Die Empfehlungen der DGE stellen keine Empfehlungen im Sinne der Europäischen Health Claim Verordnung dar.

 

 

[1] Do Carmo, Mariane Moreira Ramiro, et al. „Polydextrose: physiological function, and effects on health.“ Nutrients 8.9 (2016): 553.

[2] Załęski, Andrzej, Aleksandra Banaszkiewicz, and Jarosław Walkowiak. „Butyric acid in irritable bowel syndrome.“ Przeglad gastroenterologiczny 8.6 (2013): 350.

Bildquellen:

  • various-nuts-and-seeds-QYFZV8B-web: By Edalin | © licensed via Envato

MCTs – Power aus der Kokosnuss

Liquid coconut MCT oil

MCT Öl hat in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen, und nicht zu Unrecht. MCTs sind ganz besondere Fette, die sich in vielerlei Hinsicht von normalen Nahrungsfetten unterscheiden. So verbessern sie die Gedächtnisleistung, sportliche Performance, werden bevorzugt zu Energie umgewandelt, erhöhen die Sättigung und können so bei der Gewichtsabnahme helfen.

Mehr zu mittelkettigen Fettsäuren, wo sie herkommen und wie sie aussehen kannst du hier nachlesen.

Die wichtigsten Punkte des Artikels im Überblick:

  • Macht länger satt und hilft beim Abnehmen.
  • Instant Energie für das Gehirn
  • Schnelle Aufnahme im Darm
  • Günstig für die Darmflora
  • Anstieg der Ketonkörper

close up of woman measuring waist by tape in gym

Hilft beim Abnehmen

MCTs können dabei helfen, wenn man abnehmen möchte. In Studien konnte gezeigt werden, dass MCTs positiv auf Hormone wirken, welche die Sättigung beeinflussen[1]. MCTs führen zu einem Anstieg von Ketonen. Ketone unterdrücken Ghrelin (Hungerhormon) und führen zur Ausschüttung von Cholecystokinin (CCK), einem wichtigen Sättigungshormon[2]. Das wiederum begünstigt die Gewichtsabnahme. Interessanterweise scheint es so, dass MCTs sogar direkt auf den Stoffwechsel selbst wirken und die Fettverbrennung ankurbeln[3] [4].

 

Exploding brain

Gehirn-Doping

Hochqualitatives MCT Öl aus C8 und C10 Fettsäuren werden binnen kürzester Zeit zu Ketonen umgewandelt. Diese wiederum stehen dem Gehirn als schnelle und effiziente Energiequelle zur Verfügung. Das Gehirn liebt Ketone und nimmt diese sogar auch dann bevorzugt auf, wenn Zucker (Glukose) vorhanden ist. Diese besondere Eigenschaft macht man sich bereits in der Alzheimerforschung zu Nutze[5]. Bei einem Menschen, der an Alzheimer erkrankt ist, kann nicht mehr ausreichend Zucker von den Gehirnzellen aufgenommen werden[6]. Sie bekommen somit nicht ausreichend Energie. Dies gilt jedoch nicht für Ketone. Ketone können von diesen Gehirnzellen noch problemlos aufgenommen werden. Somit stellen Ketone eine exzellente Energiequelle für das Gehirn dar[7].

 

E. coli. Escherichia coli bacteria cells

Unterstützung für den Darm

MCT Öl veranlasst die guten Bakterien im Darm zu wachsen und kann auch eine löchrige Darmbarriere heilen[8]. Ein durchlässiger Darm (leaky-gut) ist ein ernst zunehmendes Gesundheitsproblem. Ist die Barrierefunktion des Darms eingeschränkt, dann können Nahrungsbestandteile, Bakterien, Pilze oder Toxine in den Blutkreislauf gelangen und ernsten Schaden anrichten[9].

 

Outdoor Workout Exercise

Boost für das Workout

Du kannst MCT Öl nutzen um dein Training zu boosten. Studien zeigen, dass MCT Öl helfen kann, länger zu trainieren und auch die Ausdauer zu verbessern. In einer Studie zeigten Mäuse, die eine an MCTs reiche Ernährung aßen, während eines Schwimmtests mehr Ausdauer als Mäuse, die langkettige Triglyceride (LCTs) erhielten[10]. In einer weiteren Studie konnten Freizeitsportler, die zwei Wochen lang Lebensmittel mit MCTs aßen, längere Trainingseinheiten mit hochintensiven Übungen durchführen[11].

 

Referenzen

[1] Papamandjaris, Andrea A., Diane E. MacDougall, and Peter JH Jones. „Medium chain fatty acid metabolism and energy expenditure: obesity treatment implications.“ Life sciences 62.14 (1998): 1203-1215.

[2] Baba, Net al, E. F. Bracco, and S. A. Hashim. „Enhanced thermogenesis and diminished deposition of fat in response to overfeeding with diet containing medium chain triglyceride.“ The American journal of clinical nutrition 35.4 (1982): 678-682.

[3] Dulloo, A. G., et al. „Twenty-four-hour energy expenditure and urinary catecholamines of humans consuming low-to-moderate amounts of medium-chain triglycerides: a dose-response study in a human respiratory chamber.“ European journal of clinical nutrition 50.3 (1996): 152-158.

[4] Takeuchi, Hiroyuki, et al. „The application of medium-chain fatty acids: edible oil with a suppressing effect on body fat accumulation.“ Asia Pacific journal of clinical nutrition 17.S1 (2008): 320-323.

[5] Cunnane, Stephen C., et al. „Can ketones compensate for deteriorating brain glucose uptake during aging? Implications for the risk and treatment of Alzheimer’s disease.“ Annals of the New York Academy of Sciences 1367.1 (2016): 12-20.

[6] Sharma, Alok, Marc Bemis, and Alicia R. Desilets. „Role of medium chain triglycerides (Axona®) in the treatment of mild to moderate Alzheimer’s disease.“ American Journal of Alzheimer’s Disease & Other Dementias® 29.5 (2014): 409-414.

[7] Rial, Sabri, et al. „Gut microbiota and metabolic health: the potential beneficial effects of a medium chain triglyceride diet in obese individuals.“ Nutrients 8.5 (2016): 281.

[8] Rial, Sabri, et al. „Gut microbiota and metabolic health: the potential beneficial effects of a medium chain triglyceride diet in obese individuals.“ Nutrients 8.5 (2016): 281.

[9] Shilling, Michael, et al. „Antimicrobial effects of virgin coconut oil and its medium-chain fatty acids on Clostridium difficile.“ Journal of medicinal food 16.12 (2013): 1079-1085.

[10] Fushiki, Tohru, et al. „Swimming endurance capacity of mice is increased by chronic consumption of medium-chain triglycerides.“ The Journal of nutrition 125.3 (1995): 531-539.

[11] Nosaka, Naohisa, et al. „Effect of ingestion of medium-chain triacylglycerols on moderate-and high-intensity exercise in recreational athletes.“ Journal of nutritional science and vitaminology 55.2 (2009): 120-125.

Bildquellen:

  • Exploding brain: By iLexx | © licensed via Envato
  • E. coli. Escherichia coli bacteria cells: By iLexx | © licensed via Envato
  • Outdoor Workout Exercise: By arthurhidden | © licensed via Envato

Was ist MCT Öl?

Die Abkürzung MCT steht für Medium Chain Triglycerides, oder auf Deutsch mittelkettige Triglyzeride. Triglyzeride sind die Transport- und Speicherform von Fetten in unserem Körper. MCTs kommen vor allem in Kokos- und Palmfett vor und werden üblicherweise auch daraus gewonnen. MCTs gehören zur Gruppe der gesättigten Fettsäuren. Das bedeutet, dass sie keine Doppelbindungen enthalten und sie daher besonders stabil gegenüber Wärme, Sauerstoff und Licht sind.

Es gibt verschiedene MCTs, die sich durch ihre Kettenlänge unterscheiden. Die, für uns am interessantesten MCTs, sind die Caprylsäure (bestehend aus 8 Kohlenstoffatomen) und die Caprinsäure (bestehend aus 10 Kohlenstoffatomen).

Mehr zu den unterschiedlichen Fetten kannst du hier nachlesen.

Healthy fat salmon, avocado, oil, nuts. Selective focus

MCTs sind nichts Unbekanntes für unseren Körper. Der erste Kontakt mit diesen besonderen Fetten findet gleich nach der Geburt statt. Die Muttermilch ist nämlich reich an MCTs. Sie sorgen dafür, dass der Säugling leichter Ketone produziert, die dann dem wachsenden Gehirn zur Verfügung stehen.

 

Was macht MCTs so besonders?

Die erste besondere Eigenschaft von MCTs ist, dass sie sehr einfach im Darm aufgenommen werden können. Anders als andere Fette, gehen sie direkt ins Blut und landen so rasch in der Leber, wo sie dann zur Bildung von Ketonkörpern genutzt werden.

Außerdem benötigen wir keine Gallensäure, um sie verdauen zu können und ihre Struktur bedarf keine Spaltung durch die Enzyme der Bauchspeicheldrüse (Pakreaslipase)[1]. Daher werden MCTs schon lange in der klassischen Medizin bei einer eingeschränkten Aufnahme von Nährstoffen im Darm eingesetzt[2].

 

Schnelle Energie

Weil normale Fettsäuren sehr große Moleküle sind, brauchen wir spezielle Transportmechanismen um sie in Kraftwerke der Zelle, die Mitochondrien zu transportieren. MCTs können direkt, ohne spezielle Transportmoleküle in die Mitochondrien gelangen.  Daher werden sie vom Körper bevorzugt zur Energiegewinnung genutzt und liefern, ähnlich wie Zucker, schnell verfügbare Energie. Im Gegensatz zu Zucker lassen sie den Blutzuckerspiegel natürlich nicht ansteigen.

 

Bildung von Ketonkörpern

MCTs werden in der Leber zur Bildung von Ketonkörpern genutzt. Diese Super-Moleküle werden besonders gerne von deinem Gehirn genutzt und auch das Herz und andere Muskel lieben Ketone.

Mehr zu Ketonen und was sie alles so können kannst du hier nachlesen.

Doch nicht alle MCTs verhalten sich gleich. Manche sind wesentlich effektiver als andere. Wenn es darum geht, besonders effektiv in Ketone umgewandelt zu werden, dann sind die Caprylsäure (bestehend aus 8 Kohlenstoffatomen) und die Caprinsäure (bestehend aus 10 Kohlenstoffatomen) unsere Favoriten[3].  Viele Produkte am Markt enthalten eine Mischung aus allen 4 Typen von MCTs. Wobei oft die Laurinsäure (C12) hier den größten Anteil hat. Laurinsäure verhält sich aber schon eher wie eine normale Fettsäure und zeigt auch nicht den gleichen Effekt auf die Ketonbildung. Sie ist daher für unsere Zwecke weniger ideal.

 

Unser KetoCoffee enthält daher auch nur die beiden effektivsten MCTs, nämlich C8 und C10. Dein Körper kann diese MCTs sofort zu Ketonen umwandeln und dich binnen kürzester Zeit mit Energie versorgen.

 

[1]Tosiaki Aoyama et al.: Research on the nutritional characteristics of medium chain fatty acids. In: J. Med. Invest. 54(3-4), 2007, S. 385–388

[2] P. B. Jeppesen, P. B. Mortensen: The influence of a preserved colon on the absorption of medium chain fat in patients with small bowl resection. In: Gut. 43(4), 1998, S. 478–483, PMID 9824573

[3] Vandenberghe, Camille, et al. „Tricaprylin alone increases plasma Ketone response more than coconut oil or other medium-chain triglycerides: an acute crossover study in healthy adults.“ Current developments in nutrition 1.4 (2017): e000257.

Bildquellen:

  • Healthy fat salmon, avocado, oil, nuts: By furmanphoto | © licensed via Envato
  • Variety of coconut products: By NatashaBreen | © licensed via Envato

Erythrit – die beste Alternative zu Zucker

Dieser Artikel wurde zuerst auf paleolowcarb.de veröffentlicht.

 

Erythrit ist kein künstlicher Süßstoff, sondern kommt in der Natur in reifen Früchten wie Birnen und Melonen vor. Erythrit wird aus reinem Traubenzucker (Glukose) durch Fermentation gewonnen, ein natürlicher Prozess, den man z. B. aus der Herstellung von Käse und Joghurt kennt.

  • Erythrit ist nicht-kalorisch,
  • verursacht kein Karies und
  • verursacht keinen Anstieg des Blutzuckerspiegels

 

 

Schematische Darstellung des Herstellungsprozess von Erythrit

 

Erythrit (auch Erythritol) gehört zur Gruppe der sogenannten Zuckeralkohole (Polyole). Sie heißen Zuckeralkohole, weil sie sich strukturell von Kohlenhydraten ableiten. Erythrit hat etwa 60-70% der Süßkraft von Tafelzucker. Es ist nicht-kalorisch, verursacht kein Karies und verursacht keinen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Es wird unabhängig von Insulin verstoffwechselt. Erythrit wird im Dickdarm teilweise von den dort lebenden Mikroorganismen abgebaut und/oder über Urin und Stuhl ausgeschieden.

Obwohl Erythrit wesentlich besser verträglich ist als andere Zuckeralkohole, kann es bei sehr empfindlichen Menschen, natürlich auch abhängig von der aufgenommenen Menge, zu Durchfall oder Blähungen kommen.

Ich verwende Erythrit, weil es geschmacklich Tafelzucker sehr nahe kommt und sehr gut vertragen wird. Erythrit hat einen leicht „kühlen“ Nachgeschmack. Darum verwende ich selten mehr als 100g in einem Rezept. Fehlende Süße kann sehr gut mit flüssigem Stevia ausgeglichen werden. In dieser Kombination erreicht man, wie ich meine, das beste Ergebnis.

Ripe corn on the cob in the field, ready for harvest By stevanovicigor licenced via envatoelements

Erythrit wird mit der Hilfe von Hefe aus Maisstärke gewonnen.

 

Vorsicht bei anderen Zuckeralkoholen

Jeder Hersteller, der Zuckeralkohole in seinem Produkt verwendet, darf dieses als „ohne Zuckerzusatz“ bezeichnen. Außerdem darf der Hersteller auch Aussagen wie „hat 80% weniger Zucker als vergleichbare Produkte“ auf die Verpackung schreiben. Die ist leider eine Lücke im Lebensmittelrecht, die natürlich schamlos ausgenutzt wird. Denn, nicht jeder Zuckeralkohol hat automatisch keine Kalorien. Ganz im Gegenteil, die meisten Zuckeralkohole haben immerhin noch die Hälfte oder sogar Zwei-Drittel der Kalorien von Zucker, und somit natürlich auch die entsprechende Blutzuckerwirkung. Lies dazu auch meinen Artikel „Die Wahrheit über Maltit“.

 

Name Kalorien/ g Süßeindex Glykämischer Index
Erythrit 0,2 0,7 0
Xylit 2,4 1 12
Maltit 2,4 0,9 35
Mannit 1,6 0,5 0
Isomalt 2,1 0,5 9
Sorbit 2,6 0,55 9
Lactitol 2 0,4 3
Haushaltszucker 4 1 60

Tabelle aus Grembecka, Małgorzata. „Sugar alcohols—their role in the modern world of sweeteners: a review.“ European Food Research and Technology 241.1 (2015): 1-14.

Birkenzucker (Xylit)

Xylit ist ein weiterer Zuckeralkohol, den man in vielen Reformhäusern findet. Xylit kann vom Körper teilweise abgebaut werden und hat daher eine kalorische Last. Wenn Sie Birkenzucker anstelle von Erythrit in den Rezepten verwenden, ändern sich also die Kalorienangaben. Außerdem ist Xylit allgemein schlechter verträglich und kann in größeren Mengen abführend wirken. Darum verwende ich in meinen Rezepten Erythrit und nicht Xylit.

 

Wo kann ich Erythrit bestellen?

Amazon ist immer eine gute Anlaufstelle. Preise pro Kilogramm sollte 10€ nicht überschrieben. HIER

Es gibt jedoch Erythrit mittlerweile auch schon in größeren Supermärkten wie Spar, Billa und Merkur (Ö) oder Edeka (D).

 

Quelle:

Grembecka, Małgorzata. „Sugar alcohols—their role in the modern world of sweeteners: a review.“ European Food Research and Technology 241.1 (2015): 1-14.

Bildquellen:

Die Wahrheit über Maltit

Der Trend zur Zuckerreduktion ist deutlich spürbar. Immer mehr Produkte „ohne Zucker“ drängen auf den Markt. Was sich im ersten Moment gut anhört, hat leider auch eine Kehrseite. Nicht alle Zuckeralternativen sind gleich. Viele enthalten trotzdem Kalorien und wirken dem entsprechend auch auf den Blutzucker.

Was ist Maltit?

Maltit (auch Maltitol) ist ein Zuckeralkohol. Zuckeralkohole sind eine Art von Kohlenhydrat, die teilweise an Alkohol und teilweise an Zucker erinnern. Zuckeralkohole kommen natürlicherweise in einigen Pflanzen und Früchten vor. Für die Lebensmittelindustrie werden Zuckeralkohole durch bakterielle Fermentation von Stärke gewonnen.

Lebensmittel in denen Zuckeralkohole als Zuckerersatz verwendet werden, müssen dies durch Kennzeichnung innerhalb der Nährwerttabelle angeben. Dort steht dann unterhalb der Kohlenhydrate „davon Polyole“. Zuckeralkohole dürfen, entsprechender der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung, NICHT von den Gesamt-Kohlenhydraten abgezogen werden. Zuckeralkohole wie Maltit, Sorbit, Erythrit und Xylit werden üblicherweise in „zuckerfreien“ oder „low-carb“ Produkten verwendet, da sie geschmacklich, von der Struktur und von ihren Eigenschaften im Lebensmittel selbst sehr stark an Zucker erinnern.

Zuckerfrei bedeutet nicht automatisch low-carb

Produkte in denen Maltit oder andere Zuckeralkohole verwendet werden, dürfen „zuckerfrei“ oder „ohne Zuckerzusatz“ auf die Verpackung schreiben, obwohl die meisten Zuckeralkohole auch den Blutzuckerspiegel beeinflussen und Kalorien liefern. Viele Hersteller behaupten, dass Maltit nur „einen Bruchteil der Kalorien“ von Zucker hätte und kaum Einfluss auf den Blutzucker zeigen würde. Diese Aussagen sind nicht korrekt.

 

Maltit hat 70% der Kalorien von Zucker und beeinflusst den Blutzuckerspiegel

 

Maltit vs. Zucker

Maltit Zucker
  • 2-3 Kalorien pro Gramm
  • Glykämischer Index 52 als Sirup, 35 als Pulver
  • 75% der Süßkraft von Zucker
  • 4 Kalorien pro Gramm
  • Glykämischer Index 60
  • 100% Süßkraft

 

Maltit ist, genauso wie Haushaltszucker, ein Kohlenhydrat. Kleine Unterschiede in den Verbindungen zwischen den Zuckermolekülen führen dazu, dass nicht alle Kalorien aus Maltit aufgenommen werden können. Doch Vorsicht!  Immerhin noch 2/3 der Kalorien aus Maltit können sehr wohl aufgenommen und auch genutzt werden.

Durchfall und Blähungen

Ein Nebeneffekt von Zuckeralkoholen sind Blähungen, Darmkrämpfe und Durchfall. Auch hinsichtlich dieser Nebeneffekte sind nicht alle Zuckeralkohole gleich. Maltit, Sorbit und Xylit sind für die meisten Menchen problematischer, als Erythrit.

Alternativen

Es gibt zahlreiche Zuckeralternativen auf dem Markt, und jede hat ihre Vor- und auch Nachteile. Rein auf die Zuckeralkohole bezogen, ist Erythrit die beste Alternative. Es liefert keine Kalorien, wirkt nicht auf den Blutzucker und ist auch am besten Verträglich. Da es nur 70% der Süßkraft von Zucker besitzt, wird es oft mit Stevia oder einem anderen Süßstoff kombiniert.

Referenzen

Grembecka, Małgorzata. „Sugar alcohols—their role in the modern world of sweeteners: a review.“ European Food Research and Technology 241.1 (2015): 1-14.

Bildquellen:

  • glykämischer-index-zuckeralkohole: © naehrsinn.at
  • chocolate-bars-and-measuring-tape-PBNPNCR: By gcpics | © licensed via Envato

Kokosnuss

Cocos nucifera

Die Kokosnuss, ist eigentlich keine Nuss sondern eine Steinfrucht. Das heißt sie gehört zur selben Familie wie zum Beispiel Mandel, Pfirsich, Kirsche oder Pistazie. Aus diesem Grund ist die Kokosnuss für Nussallergiker meist kein Problem.

Die Kokosnuss ist die Frucht der Kokospalme, welche vor allem in den tropischen Regionen der Erde zu Hause ist. Die Kokospalme ist eine sehr alte Kulturpflanze. Erste Hinweise der gezielten Kultivierung gehen 3000 Jahre zurück. Die Kokospalme trägt das ganze Jahr über Früchte.

An Mineralstoffen dominieren Kalium, Phosphor, Magnesium und Calcium. Von den Spurenelementen sind Eisen, Mangan, Kupfer und Zink reichlich enthalten. Eine Kokosnuss ist außerdem reich an B-Vitaminen und Vitamin E.

Die Kokosnuss ist eine fetthaltige Frucht. Die Zusammensetzung der Fettsäuren ist sehr speziell. 60% des Kokosöls bestehen aus sogenannten mittelkettigen Fettsäuren (MCT). Mittelkettige Fettsäuren nehmen eine Sonderstellung ein (Mehr dazu im Blog auf Paleo Low Carb).

MCT-Fette sind aufgrund ihrer kürzeren Fettsäurenkettenlänge im wässrigen Milieu relativ gut löslich und es bedarf keiner Gallensäure.

Sie werden im Vergleich zu herkömmlichen Fetten bevorzugt oxidiert und vermehrt Ketonkörper gebildet werden[1]. Der Transport der mittelkettigen Fettsäuren in die Mitochondrien, dem Ort der Fettsäuren-Oxidation, läuft unabhängig von Carnitin ab.

[1] Tosiaki Aoyama et al.: Research on the nutritional characteristics of medium chain fatty acids. In: J. Med. Invest., 2007, 54, S. 385–388.

Bildquellen:

  • Kokosnuss Close Up: annakhomulo | © via Envato Elements