Polydextrose, puh das klingt erst einmal gefährlich. Aber keine Angst! Hinter dem ungewohnten Namen versteckt sich eine spannende Zutat.

Die Polydextrose gehört zu den löslichen Ballaststoffen und ist eine Verbindung aus Glukose, Sorbit und Zitronensäure. Das zuckerähnliche, langkettige Molekül kann von den Verdauungsenzymen nicht abgebaut werden.

Wie auch andere lösliche Ballaststoffe wird die Polydextrose von unseren Darmbakterien als Nahrung genutzt[1]. Bei der Fermentation von Ballaststoffen durch die Darmbakterien entstehen unter anderem kurzkette Fettsäuren, wie zum Beispiel Butyrat. Butyrat spielt eine wichtige Rolle in der Darmgesundheit, sowie in anderen Prozessen wie Immunregulation und entzündungshemmenden Prozessen[2].

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt die Aufnahme von mindestens 30 g Ballaststoffe pro Tag. Die DGE sieht zahlreiche gesundheitliche Vorteile im Verzehr von Ballaststoffen. So schreibt die DGE:

„Ballaststoffe verlängern das Sättigungsgefühl und beeinflussen den Kohlenhydratstoffwechsel z. B. durch die Senkung der Nüchtern- und postprandialen Blutglucosekonzentrationen. Durch eine verstärkte Bindung und Ausscheidung von Gallensäuren können Ballaststoffe die Cholesterinkonzentration und damit das Risiko für Koronare Herzkrankheit senken. Aufgrund ihres Wasserbindungsvermögens erhöhen sie die Viskosität des Speisebreies und das Stuhlgewicht. Somit können Funktionsstörungen des Darmes, wie Verstopfung, mit Ballaststoffen vorgebeugt werden.“

Presseinformation: Presse, DGE aktuell, 2012 06/2012 vom 31.07.2012 –https://www.dge.de/presse/pm/mehr-ballaststoffe-bitte/

Die Empfehlungen der DGE stellen keine Empfehlungen im Sinne der Europäischen Health Claim Verordnung dar.

 

 

[1] Do Carmo, Mariane Moreira Ramiro, et al. „Polydextrose: physiological function, and effects on health.“ Nutrients 8.9 (2016): 553.

[2] Załęski, Andrzej, Aleksandra Banaszkiewicz, and Jarosław Walkowiak. „Butyric acid in irritable bowel syndrome.“ Przeglad gastroenterologiczny 8.6 (2013): 350.

Bildquellen:

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Mag. Julia Tulipan MSc

Julia Tulipan ist Biologin (Mag.), hält einen Master of Science in klinischer Ernährungsmedizin und ist Personal Fitness and Health Trainer (Dipl.). Sie schreibt für verschiedene Online-Magazine und für ihr eigenes Blog www.paleolowcarb.de vor allem zu den Themen gesunde und artgerechte Ernährung und Bewegung. Julia hat selbst lange mit ihrer Gesundheit gekämpft. So wurde ihr Interesse an gesunder Ernährung geweckt. Seither hat sie sich mit Low Carb und der Paleo-Ernährung Stück für Stück mehr Lebensqualität zurück erkämpft.

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