Was ist eigentlich Keto?

Du fragst dich vielleicht, „Was ist die ketogene Diät überhaupt?“

Der Zweck der ketogenen Diät besteht darin, den Körper in einen Zustand zu bringen in dem primär Fette anstelle von Kohlenhydraten als Brennstoff genutzt wird. Wie macht man das? Bei der ketogenen Ernährung werden statt Kohlenhydraten, vermehrt gute Fette und hochwertige Eiweiße gegessen. 

Die ketogene Ernährung hat eine lange Geschichte. In den 1920er Jahren fanden Dr. Wilder und sein Kollege Dr. Peterman, beide Ärzte an der renommierten Mayo Clinic heraus, dass eine Diät, die einen Anstieg der Ketone im Blut ermöglichte, die Anfälle bei Patienten mit Epilepsie reduzierte. Seither wird die ketogene Diät in der Therapie von Kindern mit Epilepsie eingesetzt. 

Ketose ist ein natürlicher Prozess, den der Körper einleitet, um das Überleben zu sichern, wenn Nahrungsknappheit herrscht oder gerade wenig Zucker zur Verfügung steht. In diesem Zustand produzieren wir Ketone, die aus dem Abbau von Fetten in der Leber entstehen.

Wie wechselt man von Zucker zu Fett?

Unser Körper ist unglaublich anpassungsfähig – wenn man ihm Fette gibt und gleichzeitig Kohlenhydrate reduziert, beginnt er, Ketone und Fette als primäre Energiequellen zu verbrennen. Der Zuckerbedarf reduziert sich deutlich.

Wenn Du ein kohlenhydratreiches Lebensmittel isst, dann wandelt Dein Körper diese Kohlenhydrate in Glukose um. Landet diese Glukose im Blut, dann verursacht sie einen „Insulin-Spike“, da Insulin die Glukose in die Zellen transportiert. Das Hormon Insulin wird auch als "Masthormon" bezeichnet, denn es fördert die Fetteinlagerung und hemmt die Fettverbrennung. So lange der Zucker im Blut erhöht ist, wird Dein Körper erst ihn verbrennen, bevor er Fett verbrennt.

Wie sieht eine ketogene Ernährung aus?

Bei der ketogenen Ernährung kommt der Großteil der Energie aus Fett. Kohlenhydrate werden sehr stark reduziert und die Proteinmenge orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen. Die typische Makronährstoffverteilung bei der ketogenen Ernährung wäre dann: 70 – 90 % Fett, 10 – 20 % Protein und 5 – 10 % Kohlenhydrate.

Trotz dieser Rahmenbedingungen, ist die Zusammensetzung letzten Endes sehr individuell und hängt von zahlreichen Faktoren ab.

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